Entsprechend wird Hainbuchenholz bevorzugt im Werkbildung noch Filmtrocknung Probleme. Dem im Licht erfolgenden Vergilben kann mit UV-Absorbern entgegengetreten wer- den. Hainbuche ist gegen Säuren und Alkalien auffällig beständig und aufgrund ihres niedrigen Extraktgehaltes von 2 % chemisch praktisch inaktiv mit Ausnahme des erwähnten Vergilbens unter Lichteinwirkung.
Eine wichtige Rolle spielte das Hainbuchenholz früher auch im Maschinenbau und wurde hier unter anderem für Zahnräder und im Mühlenbau für Zahnrad- kämme eingesetzt. Auch Zapfenlager, Rollen für Flaschenzüge, Furnierpressen, Gatterrahmenführungen oder Mangel- rollen wurden oft aus dieser Holzart gefertigt. Ebenso wurde sie in der Wagnerei, z. B. für Naben, Speichen und Schlittenkufen, und für die Herstellung landwirtschaftlicher Geräte, wie z. B. Egge- Lind Rechenzähne oder Drechflegelschwingen, bevorzugt eingesetzt. Zu den wichtigsten aktuellen Verwendungsbereichen der Hain- buche gehört der Klavierbau. Vom Gesamtholzverbrauch einer Klaviermechanik entfallen 95 % auf Hainbuche, die von allen einheimischen Holzarten hierfür am besten geeignet ist.
Zu den speziellen Verwendungsarten gehört ferner die Herstellung von Hackklötzen und Fleischerbänken, die in Fleischereien und Großküchen zum Zerteilen des Fleisches dienen. Ebenso werden die in der Süßwarenindustrie benötigten sogenannten Puderkästen teilweise aus Hainbuche hergestellt. In der Schuhfabrikation wird das Holz der Hainbuche für Schuh- macherleisten und Schuhstifte, im Gießereimodellbau für besonders stark beanspruchte Modelle oder Modellteile verwendet.
Ferner findet es Berücksichtigung für Drechslerwaren, Sportgeräte (z. B. Billardqueues, Schlittenkufen; früher auch Kegel und Kegelkugeln) sowie Haus- und Küchengeräte. Als weitere Ver- wendungsbereiche können schließlich Dübel, Schrauben, Keile, Bürstenrücken, Knöpfe, Perlen, Schirmstöcke und Spazierstöcke genannt werden.
|
![]() |
![]() |
![]() |