Gemeinsames Kennzeichen der Ahornarten sind die sehr feinen, zerstreutporig angeordneten Gefäße, die auf dem Querschnitt jedoch nur unter der Lupe erkennbar sind. Dementsprechend erscheinen sie als Porenrillen nur auf sehr sauber gehobelten, ungeschliffenen Längsflächen. Die Holzstrahlen sind ziemlich breit und dichtgestellt. Sie bilden auf den Hirnflächen auffallend gerade Linien, die die Jahrringgrenzen scharf rechtwinklig schneiden. Auf den Radialflächen erscheinen die Holzstrahlen als zahlreiche rötlicglänzende Spiegel, die das Holzbild charakteristisch beeinflussen. Im übrigen sind die Längsflächen fein gestreift (Radialschnitt) bzw. gefladert (Tangentialschnitt). Gehobelt hat das Holz einen schönen seidenartigen Glanz. Ein spezieller Geruch fehlt. Eine gesuchte Wuchsbesonderheit stellt "geriegeltes" Ahornholz bzw. sog. Riegelahorn dar. Im Englischen spricht man von "fiddle back maple", da geriegeltes Holz seit Jahrhunderten für Geigenböden verarbeitet wird . Verursacht wird die Riegelung durch eine besondere Art wenigen Faserverlaufs, wodurch sich beim Anschnitt eine alterriierende Hell-Dunkelstreifung ergibt. Aufgrund von an Bergahorn durchgeführten Erhebungen wird geschätzt, daß eine Riegeltextur nur bei etwa 3 bis 6 % der Ahornbäurne vorkommt. Ob eine solche vorliegt oder nicht, ist nur an der Oberfläche des Holzkörpers, nicht aber am stehenden, berindeten Baum erkennbar. Eine weitere Besonderheit in der Maserung ist der Vogelaugenahorn bzw. die Vogelaugentextur. Hierbei handelt es sich um eine auf Schälfurnieren hervortretende punktförmige, dunkel gefleckte ("augenförrnige"), oft zusätzlich gewellte oder geflammte Zeichnung. Sie ist allerdings bei unseren einheimischen Ahornarten unbekannt und kommt nur bei nordamerikanischen Arten (insbesondere Zuckerahorn) vor. Gesamtcharakter: Hellfarbiges, sehr homogen strukturiertes, zuweilen gerieseltes Laubholz mit zerstreut angeordneten, sehr feinen Poren, deutlichen Jahrringgrenzen und rötlich glänzenden Spiegeln. Dekorativ. |
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